Metodo Rességuier

 

Seit den frühen 80er Jahren begann der französische Physiotherapeut  Jean Paul Rességuier zu beobachten, dass Symptome durch eine besondere und konstante Aufmerksamkeit beeinflusst werden können. Vom Therapeuten entsprechend angeleitet und begleitet, kann ein neuer Zugang zu Wahrnehmung und Symptomen gefunden werden, sodass physiologische Reaktionen unterstützt werden können. Die Rességuier Methode setzt sich also besonders mit der subjektiven Wirklichkeit des Patienten auseinander indem direkt mit der Wahrnehmung der Symptome gearbeitet wird ohne mit deren Interpretation zu beginnen.

 

Grundlegend für die Rességuier Methode ist aber die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Qualität der Beziehung zwischen Patient und Therapeut/Arzt/Pfleger. Dass die Haltung und die Qualität der Präsenz die natürlichen Ressourcen des Organismus positiv unterstützen oder aber auch hemmen können, ist inzwischen von vielen neurophysiologischen Studien bestätigt. Für Personen, die eine Ausbildung in der Rességuier Methode genossen haben, ist diese Qualität der Präsenz nicht zufällig, ein guter professioneller Vorsatz oder eine psychologische Haltung, die zum Beispiel von Interesse oder Müdigkeit abhängen. Sie ist wirklich ein körperliches Training. Elemente, um diese Präsenz zu definieren, sind der Tonus unseres eigenen Organismus und eine Aktualisierung der bewussten Wahrnehmung von Moment zu Moment.

 

Dieses Training hilft eine wache und wahrnehmende Haltung einzunehmen, sie hilft einen Raum von Ruhe und Sicherheit zu bilden, wo sich Menschen aufgehoben und begleitet fühlen, sei es im sanitären als auch im sozio-pädagogischen Bereich.  So hat die Rességuier Methode ihre Verbreitung und Anwendungsmodalitäten in ganz verschiedenen  Bereichen gefunden, zum Beispiel bei der Geburtsbegleitung, bei Frühgeborenen, in der Rehabilitation, im psycho-pädagogischen Bereich bis hin zur Verbesserung musikalischen Ausdrucks.


“Kleine Gymnastik”


JP Rességuier hat ein Übungskonzept entwickelt, welches sich auf den Gewebetonus auswirkt, ganz besonders auf die inneren Organe. Diese Übungen basieren teilweise auf Konzepten aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und wirken auch auf  Atmung und Kreislauf. Man arbeitet mit inneren Bewegungen, mit Druckveränderungen auf einer Zentralachse, die nur teilweise mit Atembewegungen vergleichbar sind. Da man wenig Bewegung nach außen sieht, hat JP Rességuier dieses Übungskonzept als „Kleine Gymnastik“ bezeichnet. Nichtsdestotrotz  sind diese Übungen sehr wirksam und durchaus anspruchsvoll. Sie  können in die Behandlung eingebaut  und dann auch alleine ausgeführt werden oder beim Turnen in der Gruppe.



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