Reha-System

    deine persönliche Therapie

Physiotherapie

Rehabilitation heißt für uns Heilungsprozesse zu begleiten und aktiv zu unterstützen.

Rehabilitieren heißt die Fähigkeiten unseres Körpers zu unterstützen und somit eine besondere Aufmerksamkeit den Möglichkeiten und Kompetenzen zu widmen. Die aufmerksame Bewertung objektiver diagnostischer Elemente ist notwendig, um Übungen, Haltungsanweisungen und Behandlungen auszuwählen.  Wir legen in dieser Praxis aber eine besondere Aufmerksamkeit auf die subjektive persönliche Realität, auf Ihre Symptome,  Ihre Beschwerden, Ihre Art sich zu bewegen. Sie finden persönliche Lösungsansätze, welche direkt von Ihrer Wahrnehmung ausgehen.

Methode

1. Sich gut fühlen

Mit unserem Körper bewegen wir uns und kommunizieren mit den Anderen, durch ihn fühlen wir, erfahren wir unsere Umwelt und über ihn drücken wir uns aus. In seiner Gesamtheit und in seiner ganzen Komplexität ist er Ausdruck von genetischen Anlagen und Möglichkeiten und des ganzen gelebten Lebens mit Allem was ihn zeichnen oder bereichern kann, wie das Wachstum, Krankheiten oder Unfälle, der Zahn der Zeit, besondere Anstrengungen und Abnützungen oder psychische Belastungen.

 

Normalerweise arbeitet unser Körper wie ein relativ lautloses Gesamtsystem. Wenn wir sagen „es geht mir gut“ oder „ich fühle mich gut“, meinen wir damit einen Zustand, wo sich kein Körperbereich besonders zeigt. Symptome wie Schmerzen oder Spannungen, aber auch wie Gefühle oder Gedanken, tauchen aus diesem neutralen Ganzen auf und ziehen unsere Aufmerksamkeit an. Es ist gerade die bewusste Aufmerksamkeit, welche die Möglichkeit hat, auf automatisierte Prozesse einzuwirken. Vom Therapeuten dabei aktiv unterstützt und begleitet, können Sie beobachten, wie Sie über die bewusste Wahrnehmung physiologische Prozesse anregen können. Der Schmerz selbst scheint diese Funktion zu haben: indem er unsere Aufmerksamkeit anzieht, wird auch die entsprechende Körperzone aktiviert. Eine andere spontane Reaktion auf den Schmerz ist es, die entsprechende Körperzone ruhig zu halten, damit die Heilung nicht gestört wird.

 

Diese Schonhaltungen bewirken aber oft Sekundärspannungen, welche für den Heilungsprozess störend sind und Auswirkungen auf natürliche Bewegungsabläufe haben.  Ein besonderer Blick für diese Sekundärkontrakturen hilft uns die natürlichen Heilungsprozesse zu unterstützen. Die Schulung der Aufmerksamkeit wird erleichtert  durch Ruhepositionen, stehend -  sitzend – liegend, anfangs oft auch mit geschlossenen Augen.

 

Dieser besondere Zugang zum Symptom, zum Schmerz im Besonderen, erlaubt  uns verschiedene Behandlungsmöglichkeiten auch in Fällen, wo aktive Mobilisierung kontraindiziert wäre, wie in Akutsituationen oder bei Entzündungen. Es erlaubt uns mit dem Schmerz und nicht gegen den Schmerz zu arbeiten, um wieder Gelenksfreiheit und flüssige Bewegungsabläufe zu erlangen.

 

Um verlorene Mobilität wieder zu erlangen oder neue Bewegungsabläufe zu erlernen,  müssen Übungsvorschläge sehr genau ausgesucht werden. Zu schwierige Bewegungen wirken gerne  verkrampfend  und zu einfache Übungen stimulieren den Organismus wenig, da für das Gehirn die Neugierde das wichtigste Element  ist, um Neues zu erlernen. Bei neurologischen Störungen, wie z.B. bei Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen, ist eine Unterstützung zur Erweiterung der Wahrnehmungsmöglichkeiten besonders wichtig. Ganz allgemein kann man sagen, dass die Sensibilität, die Art und Weise einen Körperbereich spüren und in ein Körpergefühl zu integrieren, immer die Grundlage bildet für  die Bewegungsmöglichkeiten und die Art und Weise der Bewegung eines Körperteils oder des ganzen Körpers.

 

2. Die Haltung

Die Haltung zu unterstützen, heißt für uns an einem Aufrichten zu arbeiten, welches bei den Füßen beginnt um den Kopf oben zu tragen – ohne gegen die Schwerkraft anzukämpfen, sondern im Gegenteil diese integrierend. Gerade dieser Kampf  ist eine häufige Ursache für Spannungen und Schmerzen, für Fehlhaltungen und ganz allgemein für Tonusveränderungen im ganzen Körper. Die bewusste Arbeit an einer Achse, die von unten nach oben getragen wird, führt zu einem Aufrichten, welches alle Gewebestrukturen betrifft. Dies führt oft zu schnellen und vor allem nachhaltigen Ergebnissen, da sich die eigene Wahrnehmung für die Haltung verändert, und bringt ein Gefühl von Leichtigkeit und Geschmeidigkeit.

 

Die aufrechte Haltung ist eine ständige Suche nach unserer Achse, nach unserem Gleichgewicht. Wir werden notgedrungen von der Erde getragen, nachdem es keine Kräfte gibt, die uns von oben halten. Unsere Haltung ist gekennzeichnet durch die Tatsache, dass wir an den Fußsohlen eine relativ kleine Auflagefläche haben für einen Körper, der sich nach oben ausdehnt. Die Erhaltung des Gleichgewichtes im Stehen und bei Bewegungsabläufen erfordert also ständiges Ausgleichen. Rein physikalisch ist unsere Körperachse im Stehen die Resultante aus der Schwerkraft und dem Widerstand einer  festen Basis. Es ist sehr schwierig im Wasser oder auf dem Mond gerade aufrecht zu stehen. Finden diese zwei Grundkräfte, die Schwerkraft und der Gegendruck, der daraus resultiert, einen  harmonischen Fluss durch unseren Körper, heben sie sich gegenseitig auf und wir werden uns leicht und getragen fühlen. „ Sich aufrichten“ heißt also nicht, sich nach oben ziehen; es gibt keine Zugkräfte, die uns zu einer imaginären Decke ziehen könnten. Jede Anstrengung uns hoch zu ziehen, ist vergeblich, unser Gewicht wird zum Boden abgeleitet, ganz gleich wie sehr  wir dagegen kämpfen, das beweist uns eine einfache Waage.

 

Unsere Muskeln haben vor allem Bewegungsfunktion. Sie haben im Zusammenhang mit unserer Statik, bei einer aufrecht geraden Körperachse, eher nur eine stabilisierende und ausgleichende, aber keine Haltefunktion. Grundlegend für die Gewichtsübertragung sind die Gelenks- und Knochenstrukturen.  Mit unseren Übungen versuchen wir das Knochengerüst und die Gelenksfunktionen selbst zu stimulieren und sehen diese nicht als eher passiv den Muskelfunktionen gegenüber. Besonders  die tragenden Knochen und Gelenke  werden in ihrer Struktur von der Art und Weise der Gewichtsableitung geprägt. So gesehen werden wir bei einem vordergründig peripheren Problem, wie z.B. einem Hammerzeh, immer auf das ganze Tragesystem, auf die gesamte Haltung arbeiten. Verspannungen der Nackenmuskulatur oder des Schultergürtels und Verkürzungen der Rückenmuskulatur mit eventueller Kompression der Bandscheiben kommen sehr oft von der Anstrengung uns aufrecht zu halten und von der fehlenden Geschmeidigkeit aller Gewebestrukturen gegenüber den zwei großen Grundkräften,  der Schwerkraft und dem daraus resultierenden Gegendruck.

 

Sie werden in dieser Praxis also wenig Übungen zur „Stärkung“ der Rückenmuskulatur finden, um an der Haltung zu arbeiten. Muskeln brauchen vor allem genügend Länge und Elastizität um korrekte Gelenkspositionen zu ermöglichen, denn oft sind es gerade Muskelverkürzungen, die sich stark auf die Haltung auswirken. Sicher ist ein guter Muskeltonus  notwendig für die Stabilität der Gelenke, er  trägt zum allgemeinen Gewebetonus aller Strukturen bei und stimuliert und unterstützt die Zirkulation. Besonders wird natürlich in unseren Turngruppen auf die Elastizität und Geschmeidigkeit der Bewegungen Wert gelegt.

 

Gehen ist Gymnastik bei jedem Schritt. Ist unsere Haltung von unten getragen, wird jeder Schritt eine elastische Anregung für den gesamten Organismus und unterstützt die Beweglichkeit, speziell wird auch die Mobilität des Schultergürtels und der Halswirbelsäule angeregt. Die Geschmeidigkeit und Eleganz des Ganges verhindern nicht nur Versteifungen, sondern helfen auch diese zu lösen. Die Gangschulung gehört für uns also zur Behandlung.

 

Ganz generell können wir sagen, dass Eleganz und Harmonie einer Bewegung, eine lockere Haltung, die Freude an Bewegung, keine überflüssige Zierde sind, sondern Ausdruck einer optimalen physiologischen Funktion. Dieser Aspekt fließt bei uns in den Behandlungsmodus ein und findet weiten Raum in unseren Turngruppen. Mit Musik und mit viel Freude an Bewegung und Beweglichkeit wird gemeinsam  gedehnt und gestärkt, gehüpft, geatmet und entspannt.  In kleinen Gruppen arbeiten wir an unserem Körperbewusstsein und an unserer Haltung.

 

3. Die Atmung

Ziel jeder Rehabilitation ist es, den Organismus zu einer unmittelbaren und bestmöglichen Funktionalität zu verhelfen. Dies gilt noch mehr für die Atmung, einer Grundfunktion des Körpers, welche weder „aspiriert“ noch „gepresst“ sein sollte.

 Funktioniert die Atmung gut, finden wir eine gleichmäßige, lautlose Ausdehnung nicht nur des Brustkorbes, sondern eigentlich des gesamten Rumpfes. Das Zwerchfell, der Muskel der den Brustkorb transversal von der Bauchhöhle trennt, ist der Hauptakteur. Weit und gut ausgedehnt erfüllt dieser besondere Muskel am besten seine Funktion – mit einer Bewegung erweitert er den Brustkorb in alle drei Dimensionen.

 

 Genauso wichtig für die Lungenfunktion ist der Unterdruck zwischen Lunge und Pleura, welche die Lunge umhüllt. Dieser Aspekt der natürlichen Ausdehnung der Lunge ist oft zu wenig im Blick, wenn man die Aufmerksamkeit auf die reine Muskeltätigkeit legt.

 

 Es sind aber gerade Muskelspannungen, welche sich durch den starken Zusammenhang zwischen Haltung und Atmung auf die Möglichkeit und die Qualität der Ausdehnung des Brustkorbes auswirken. Dies wird zum Beispiel bei einer Skoliose besonders sichtbar. Immer wenn wir an der Haltung arbeiten, werden wir also auch auf die Atmung schauen und umgekehrt.

 

4. Der Gewebetonus

Die Atembewegungen haben einen großen Einfluss auf den Tonus und die Funktion der inneren Organe in der Bauchhöhle. Wir verwenden die Atmung, um die Verdauung und die Peristaltik anzuregen und am Tonus, an Spannungen oder in diesem Falle besonders an der Gewebeschwäche zu arbeiten. Diese können verschiedene Störungen, wie Menstruationsschmerzen oder Inkontinenz, begleiten.

 

Wir bieten gezielte Übungen zur Verbesserung des Tonus des Beckenbodens an. Besonders wirksam hierfür erscheinen uns die Übungen der „Kleinen Gymnastik“ aus der Rességuier Methode. Wir schauen also auf  alle Gewebestrukturen  und nicht nur speziell auf den Muskeltonus, welcher gerade oft eine Schwäche anderer Gewebe kompensiert. Eine ungleiche Tonusverteilung kann zu einem Ungleichgewicht der Zirkulation führen und zu verschiedenen Störungen, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Angespanntheit beitragen. Die Spannkraft unseres Körpers und seine Form hängen auch von der Verteilung der Flüssigkeiten ab.

 

Jede einzelne Zelle im Körper hat in ihrem Inneren Zellplasma und lebt und atmet im Austausch mit der sie umgebenden Interstitialflüssigkeit. Im Idealfall können alle Zellen, auch

wenn von ganz unterschiedlicher Form und Funktion, sich

ihrer Natur entsprechend ausdehnen, Sauerstoff und

Nährstoffe aufnehmen und Abbauprodukte abgeben.

 

 Wir wollen uns also daran erinnern, dass wir zu

zwei Dritteln aus Wasser bestehen, welches nicht

nur die Basis  bildet für alle biochemischen

Funktionen im Organismus, sondern auch den Gewebestrukturen Ausdehnung und Form

verleiht.

 

Praxis

Team

Kurse

 

Die Turnkurse

Kursbeginn am 22. bzw. 23. September 2015

 

DIENSTAG

von 11 – 12.15 Uhr

von 18 – 19.30 Uhr

 

MITTWOCH

von 18 – 19.30 Uhr

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